Glossary

Aftercare

Als „Aftercare“ bezeichnet man die nachträgliche Pflege, also Nachsorge eines Tattoos bis zur Abheilung. Um best möglichste Aftercare zu betreiben, bekommst Du nach dem Tätowieren von uns eine ausführliche Anleitung – damit kann nix schief gehen :)

Asozial sind wir nicht

Alkohol

Alkohol ist während, vor und nach dem Tätowieren tabu! Alkohol verdünnt das Blut und ist somit ein absolutes No-Go! Solltest Du also betrunken oder extrem verkatert zum Termin erscheinen, behalten wir uns vor, dich wieder nach Hause zu schicken.

Allergien

Allergien können beim Tätowieren in der Hinsicht auftreten, dass Du einen Inhaltsstoff der verwendeten Farbe, des verwendeten Desinfektionsmittels oder der verwendeten Folie nach dem Tätowieren nicht gut verträgst und allergisch darauf reagierst. Im Normalfall dürfte das nicht passieren, da wir ausschließlich getestete, in Deutschland zertifizierte Farben und Desinfektionslösungen verwenden. Die Inhaltsstoffe der Farben, sowie Desinfektionsmittel kannst Du gerne im Shop erfragen! Sollten Dir Allergien bekannt sein, bitte informiere uns im Vorfeld.

Altersbeschränkung

Grundsätzlich gilt: Tätowiert und gepierct wird erst ab 18! Es gibt allerdings Ausnahmen! Wenn Du 16 oder 17 sein solltest und unbedingt ein Tattoo oder Piercing möchtest, komm bitte mit deinen Eltern oder einem Elternteil im Shop für ein Vorgespräch vorbei – in diesem bewerten wir Motiv, Stelle, Größe und Angemessenheit deines Tattoo-Wunsches. Wir entscheiden von Fall zu Fall individuell, ob wir die minderjährige Person tätowieren. Bei Piercings entscheidet unsere Piercerin individuell, ob Personen von 14-16 gepierct werden, das allerdings nur in Begleitung der Eltern/eines Elternteils!

Asiatische Zeichen/Ausländische Schriftzüge

Asiatische Zeichen, sowie andere ausländische Schriftzeichen/-züge, wie z.B: hebräisch, arabisch usw. sind beliebte Tattoo-Motive, allerdings mit Vorsicht zu genießen! Wenn Du also nicht selbst der gewünschten Sprache mächtig bist, können wir nicht sicher stellen, dass die Schreibweise und auch die Übersetzung korrekt ist, da wir außer Deutsch, Englisch und Serbisch keine weiteren Sprachen beherrschen ;) Auch das Internet bietet keine zuverlässige Quelle im Bezug auf korrekte Übersetzungen. Daher übernehmen wir bei solchen Motiven keinerlei Verantwortung für den Inhalt und behalten uns vor, solche Tattoo-Wünsche abzulehnen.

Bepanthen

Bepanthen ist eine Wund- und Heilsalbe, welche die Heilung kleinerer Wunden unterstützt. Wir empfehlen zur Nachsorge ausschließlich Bepanthen, da wir bisher damit durchweg positive Erfahrungen gemacht haben und optimale Ergebnisse erzielen konnten. Außerdem traten in der Vergangenheit keine allergischen Reaktionen bzgl. der Bepanthen-Salbe auf.

Betäubung

Grundsätzlich verwenden wir weder zum Tätowieren, noch zum Piercen Betäubungsmittel. Zähne zusammen beißen heißt die Devise – bisher hat's noch jeder ohne Betäubung überlebt ;) Sollte uns auffallen, dass du im Vorfeld Maßnahmen zur Betäubung getroffen hast (wie z.B. Schmerzmittel oder siehe auch „Emla-Salbe“), behalten wir uns vor den Termin abzusagen. Beim Permanent Make-Up verhält sich die Sache anders, dazu wird stellenweise mit einer leichten Betäubungsmittel gearbeitet (siehe „Permanent Make-Up“).

Biomechanik

Als biomechanische Tattoos bezeichnet man Tattoo-Motive von Hautöffnungen, hinter denen nicht nur biologische Teile, wie z.B. Muskeln, sondern auch Maschinenteile in diversen Variationen sichtbar sind.

Blowout

Als „Blowout“ bezeichnet man das Austreten der Tattoofarbe von der Dermis in die oberste Hautschicht Epidermis. Dies kann optische Veränderungen am Tattoo hervorrufen und sieht dann aus wie ein Schatten.

Bodysuite

Als „Bodysuit“ bezeichnet man eine spezielle, großflächige Art der Tätowierung, welche im Regelfall den kompletten Körperrumpf und je nach Version auch Teile der Extremitäten umfasst. Der Begriff enstammt der englischen Bezeichnung (dt. für „Körperanzug“). Verbreitet ist diese Art der Tätowierung unter anderem in der Yakuza-Kultur (siehe auch „Yakuza“).

Chlorwasser

Chlorwasser und Tattoos vertragen sich überhaupt nicht. Bei frischen Tätowierungen kann Chlor zu enormen Farbabschwächungen führen und ist daher die ersten Wochen tabu!

Cover Up

Unter einem „Cover Up“ versteht man das „covern“, also überstechen eines bisher vorhanden Tattoos mit einem Neuen Motiv. Cover Up's sind sehr aufwendig zu stechen und die Motive sind nur begrenzt. D.h. wenn ihr ein Cover Up haben wollt, dürft ihr euch im Vorfeld nicht auf ein bestimmtes Motiv versteifen – kommt einfach zu einem Beratungstermin ins Studio, dann sprechen wir zusammen über eure Wünsche und die Möglichkeiten, die ihr für euer Cover Up habt.

Custom Made – Designs/Copyright

Custom Made – Tattoo's oder -Designs sind vom Tätowierer selbst entworfene und angefertigte Motive. Der Artist macht sich Gedanken, Arbeitet diese aus und bringt sie auf Papier und zu guter Letzt unter die Haut. Das heißt: Das COPYRIGHT liegt bei ihm! Sollte es Verletzungen an diesem Copyright geben, steht es dem Künstler frei, rechtlich dagegen vor zu gehen.

Dermis

„Dermis“ bezeichnet die zweite Hautschicht des menschlichen Körpers und gehört damit zu den drei Schichten der äußeren Haut. Sie wird auch lat. Corium, oder „Lederhaut“ genannt. In diese Hautschicht wird ein Tattoo gestochen. Ziel des Tätowierens und der korrekten Nachsorge (Aftercare) ist der permanente Verbleib von möglichst viel Farbe in dieser Hautschicht.

Drogen

Drogen sind ein absolutes No-Go! Solltest Du unter dem Einfluss von Drogen zum Tattoo-Termin erscheinen, oder sogar Drogen ins Studio bringen wird der Termin mit sofortiger Wirkung gekenzelt und ein Hausverbot erteilt! Also Finger weg von Drogen!

Einverständniserklärung

Papierkram ist nervig, aber in unserem Business ein Muss! Jeder Kunde füllt beim Vereinbaren eines neuen Termins eine Terminvereinbarung aus. Da das Tätowieren – juristisch gesehen- eine Körperverletzung darstellt, wird am Tag des Stechens des Tattoos/Piercings eine Einverständniserklärung ausgefüllt, in der besprochenes Motiv, rechtliche Grundlagen und Haftungsausschlüsse festgehalten werden (siehe auch „Rechtslage“).

Emla-Salbe

Emla-Salbe ist eine Creme zur Betäubung der Haut. In Deutschland ist der Gebrauch von Emla-Salbe als Betäubung zum Tätowieren verboten!! Die Hautoberfläche und ihre Beschaffenheit wird durch's Auftragen dieser Salbe stark verändert und verhindert effektives, optimales Arbeiten des Artists. Sollte der Tätowierer feststellen, dass Du dich vor dem Tätowieren mit dieser Salbe behandelt hast (und das wird er zu 100% merken!), wird der Termin abgesagt und ein neuer vereinbart.

Erwartungshaltung

Erwartungshaltung ist ein wichtiger Punkt. Ein Tattoo ist ein Bild auf der Haut, ja – allerdings ist die Beschaffenheit der Haut um einiges Anders, als ein Blatt Papier. Der menschliche Körper hat Rundungen durch Knochen, Gelenke, usw. und daher bieten sich nicht alle Stellen zum Tätowieren bestimmter Motive an. Wir versuchen euch im Vorfeld so gut es uns möglich ist zu beraten und auf eure Wünsche ein zu gehen (siehe auch „Kundenwünsche“), aber sagen euch auch ehrlich und direkt, was realistisch möglich ist. Wir geben unser Besten, können aber nicht das Unmögliche Möglich machen. Meistens findet sich allerdings eine Alternative mit der der Artist und der Kunde glücklich sind!

Essen im Studio

Das Essen im Studio ist grundsätzlich erlaubt. Allerdings legen wir wert darauf, dass das Studio dabei sauber bleibt (Krümel auf dem Boden, Soße auf den Möbeln, ..) und keine unangenehmen Gerüche dadurch entstehen (z.B. durch einen Döner). Ihr könnt euch gern eine Kleinigkeit mitbringen, es empfielt sich aber durchaus vor dem Termin etwas zu essen.

Fade

Als „Fade“ bezeichnet man einen Farbverlauf von dunkler zu heller Farbe oder umgekehrt. Dieser Farbverlauf wird durch das tätowieren mehrerer Schichten heller und dunkler Töne einer Farbe erzeugt.

Folie

Folie ist zum Schutz des Tattoos in der ersten Heilungsphase enorm wichtig. Die obligatorische Frischhaltefolie wird vom Tätowierer direkt nach dem Tätowieren auf das frische Tattoo gemacht, um dieses abzudecken und vor äußeren Einflüssen (z.B. Staub, Fusseln, etc.) zu schützen. Die Frischhaltefolie kann nach ca. einer Stunde zu Hause entfernt werden und muss beim weiteren Heilungsprozess nicht erneut angebracht werden. (Mehr dazu in unseren „Pflegehinweisen“).

Es kann auch eine andere Folie benutzt werden, welche permanent für mehrere Tage auf der tätowierten Stelle verbleibt, dazu findet ihr mehr unter dem Punkt „Supra Sorb F“.

Freehand/Frei Hand

Als „Freehand“ (dt. „Frei Hand“) bezeichnet man den Vorgang des Tätowierens ohne Stencil (Vorlage) auf der Haut. Das bedeutet der Tätowierer zeichnet mit einem speziellen Stift direkt auf die Haut, um für ihn wichtige Anhaltspunkte fest zu halten. Tätowiert wird aus dem Kopf direkt in die Haut. Vertraut eurem Artist, denn dabei entstehen immer neue, kreative, schöne Motive!

Frisches Tattoo

Ein frisch gestochenes Tattoo kommt einer offenen Schürfwunde gleich und ist auch als Wunde zu behandeln (siehe „Pflegehinweise“). Wenn ihr euch also nach dem Tätowieren schlapp, schwach und ziemlich fertig fühlt, ist das Normal, da ihr eurem Körper eine Wunde zugefügt habt. Ebenso kann es möglich sein, dass ihr euch mehrere Stunden nach dem Tätowieren fühlt, als hättet ihr Fieber, das ist ebenso unbedenklich und sollte am nächsten Tag vorüber sein.

Goldene Tattoos

Goldene Abzieh-Tattoos sehen schön aus, sind aber nicht ohne Grund nur Abzieh-Tattoos. Es existiert keine zertifizierte goldene Tattoofarbe, da es unmöglich ist Glitzerpartikel oder Glanzmittel in eine Tattoofarbe zu mischen. Der Tätowierer kann mit diversen Farbkombinationen einen goldenen Effekt erzeugen, realistisch gülden wird es allerdings nicht. Sorry ;)

Heilungsprozess

Der Heilungsprozess eines Tattoos beschränkt sich auf ca. 12 Wochen. Details dazu findet ihr in unseren „Pflegehinweisen“.

Hepatitis

Die Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis C Virus verursachte Infektionskrankheit beim Menschen und kann durch Blut übertragen werden. Da wir ausschließlich mit sterilem Einwegequipment arbeiten und sehr auf Hygiene achten, ist eine Übertragung im Studio ausgeschlossen.

HIV

Das Humane Immundefizienz-Virus, zumeist abgekürzt als HIV, wird auch als menschliches Immunschwäche- oder Immundefekt-Virus bezeichnet. Eine unbehandelte HIV-Infektion führt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjährigen smpthomfreien Latenzphase in der Regel zu Aids. Das HI-Virus kann durch Blut übertragen werden. Da wir ausschließlich mit sterilem Einwegequipment arbeiten und sehr auf Hygiene achten ist eine Übertragung im Studio All in Tattoo & Piercing ausgeschlossen.

Hunde

Wir lieben Tiere und haben alle selbst auch Haustiere. Ab und an verbringen unsere zwei Hunde auch etwas Zeit im Studio. Beide Hunde haben ihren festen Platz im Studio und sind daran gewöhnt sich ausschließlich dort auf zu halten. Unsere Hunde werdet ihr niemals in einem für's Tätowieren/Piercen vorgesehenen Bereich finden. Dort haben sie schlicht und einfach aus hygienischen Gründen nichts zu suchen. Nun zu euch: Bitte bringt euren Hund nicht zum Tattoo-Termin mit, da es für euren Hund eine ungewohnte Umgebung ist und ihr selber nicht zu 100 % entspannt sein könnt, wenn ihr ständig auf euer Tier achten müsst. Ihr findet für die paar Stunden, in denen ihr bei uns seid, sicher einen vertrauensvollen Hundesitter für eure Lieben ;)

Infektionen

Infektionen, die durch's Tätowieren hervorgerufen werden, sind selten, können aber vorkommen. In einem professionellen Studio sind Infektionen auf Grund der Arbeitsweise nahezu ausgeschlossen, da dort sehr auf Hygiene geachtet wird und die erforderlichen Sauberkeits- und Sicherheitsstandarts eingehalten werden. In wenigen Fällen kommt es zu Reaktionen auf die Tine. Dies kann theoretisch bei jeder Person und mit jedem Tattoo vorkommen, tritt aber häufiger mit farbiger Tinte auf, da bunte Tattoofarben andere und mehr Inhaltsstoffe (welche Reaktionen hervorrufen können) beinhalten, als schwarze Farbe. Auch die falsche Nachsorge kann Infektionen hervorrufen, deshalb bekommt ihr nach dem Stechen von uns eine detaillierte Pflegeanleitung – wenn ihr euch daran haltet, dürfte es keine Probleme geben! Sollten Rötungen, Schwellungen oder andere Zeichen einer möglichen Infektion auftreten, kontaktiert uns jederzeit. Bei Schmerzen oder schlimmen Anzeichen einer Infektion raten wir euch einen Arzt auf zu suchen.

Information ist alles!

Eine Tätowierung ist eine Investition für's Leben und deswegen solltet ihr euch im Vorfeld ausreichend informieren. Ihr könnt das selbst im Vorfeld tun, indem ihr euch unsere Arbeiten hier oder auf unserer Facebook-Seite anseht, Kundenrezensionen durchlest und euch genaue Gedanken über euer Wunschmotiv/-piercing macht. Gerne könnt ihr jederzeit im Studio vorbei schauen, um euch unser Studio, unsere Arbeitsplätze und auch unsere Arbeitsweise an zu sehen. Wir geben euch gerne detaillierte Auskunft über Equipment, Farben, Hygiene und den eigentlichen Akt des Tätowierens/Piercens. Ihr könnt uns alle persönlich kennen lernen, was enorm wichtig ist, denn schließlich gehört eine Menge Vertrauen zum Tätowiert-/Gepierct-werden.

Intimpiercings

Unter dem Begriff „Intimpiercings“ fallen alle Piercings in und um den Intimbereich bei Frauen und Männern. Intimpiercings werden bei uns im Studio NICHT gestochen. Trotzdem könnt ihr euch gerne bei uns Informationen darüber einholen – unsere Piercerin berät euch gern und empfiehlt euch einen guten Piercer für diese Art von Piercings.

Intimtattoos

„Intimtattoos“ sind alle Tattoos in und um den Intimbereich bei Frauen, sowie Männern. Bei Intimtattoos beurteilt der jeweilige Tätowierer individuell nach Stelle, Motiv und Angemessenheit, ob gestochen wird oder nicht. Wir behalten uns ggf. vor Anfragen abzulehnen.

Juckreiz nach dem Tätowieren

Die Haut ist während und auch nach dem Tätowieren gereizt. Von Mensch zu Mensch kann die Intensität der Reizung stark variiren, da das z.B. auch mit der Hautbeschaffenheit zu tun hat. Dass dein Tattoo auch noch wenige Tage später juckt und etwas brennt ist ganz normal. Jederzeit kannt du uns im Nachhinein kontaktieren, wir beantworten dir gerne alle Fragen!

Kanüle

Eine Kanüle, auch Hohlnadel oder Infektionsnadel genannt, ist eine hohle Nadel, die in der Medizin dazu benutzt wird in menschliches Gewebe einzudringen (zu punktieren). Eine solche Kanüle wird zum Piercen benutzt.

Kinder

Wir lieben Kinder und gerne könnt ihr zum Vorgespräch oder zum Kontrolltermin euren Nachwuchs mitbringen. Zum eigentlichen Tattoo-Termin ist das allerdings ungünstig, da ihr einfach nicht so entspannt sein könnt, wenn ihr immer ein Auge auf die Kleinen haben müsst und euch nicht zu 100% auf's Tätowieren konzentrieren könnt. Für die Zeit, die ihr im Studio zum Tätowieren verbringt, findet ihr sicher einen vertrauensvollen Babysitter.

Kopieren

Wir kopieren ungern 1:1 andere Tattoos oder Vorlagen für Tattoos. Da geht es meist auch ein bisschen um den Punkt „copyright“. Außerdem möchte doch auch jeder etwas Individuelles gestochen bekommen. Bringt gerne Ideen und Bilder zum Beratungstermin mit, damit der Tätowieren eine grobe Vorstellung davon bekommt, was ihr wollt. Der Tätowierer ändert dann in Absprache mit euch eure Vorlage so ab, dass die zu euch persönlich und zu eurem Körper passt. Dadurch entstehen meistens tolle, neue, kreative Motive und man muss nichts 1:1 kopieren.

Kreuzkontamination

Als Kreuzkontamination bezeichnet man die direkte oder indirekte Übertragung von pathogenen (krankheitserregenden) Mikroorganismen von bereits kontaminierten auf nicht kontaminierte Lebensmittel. Da wir im Studio nichts mit Lebensmitteln zu tun haben, geht es im Bezug auf's Tätowieren um die Übertragung von Viren. Eine Übertragung wäre in diesem Sinne nicht nur möglich, wenn man zwei Personen mit der selben Nadel tätowieren würde (was wir nicht tun und auch sonst bitte niemand tun sollte), sondern auch, wenn man die Farbe aus immer dem selben Behältnis verwenden würde. Deswegen wird beim Tätowieren meist ausschließlich mit Wegwerf-Produkten gearbeitet, welche nach dem Stechen ordnungsgemäß entsorgt werden!

Kundenwünsche

Wir versuchen natürlich immer, soweit es uns möglich ist, auf die Wünsche unserer Kunden ein zu gehen. Leider ist nicht jeder Kundenwunsch umsetzbar. Wir sind offen und ehrlich zu euch und wenn eine Vorstellung nicht realisierbar ist, versuchen wir im Gespräch mit dem Kunden eine Alternative bzw. einen Kompromiss zu finden, mit dem beide Parteien zufrieden sind.

Laser

Das Entfernen von Tätowierungen ist weitaus schwieriger als das Tätowieren. Auch die unterschiedlichen Tattoofarben sind unterschiedlich leicht oder schwer zu entfernen. Wir empfehlen die Behandlung mit dem Laser, eine moderne und besonders wirksame Methode. Bei Tätowierungen handelt es sich um gebündelte Farbpigmente, die in der Haut eingekapselt sind. Ultrakurze, energiereiche Impulse des Laserlichtes dringen in die Haut ein und werden entsprechend des Absorptionsmaximums selektiv im Tattoopigment absorbiert. Das „weglasern“ eines Tattoos ist sehr zeitaufwendig, schmerzhaftg und kostspielig – also überlegt gut, ob und was ihr euch tätowieren lassen wollt. Das Entfernen von Tattoos bieten wir im Studio NICHT an und empfehlen eine Behandlung bei einem dafür vorgesehenen Institut.

Maori

Als Maori wird das indigene Volk Neuseelands bezeichnet. Ihre ursprünglich aus der pazifischen Inselwelt stammenden Vorfahren haben vermutlich im 13. Jahrhundert, und damit etwa 300 Jahre vor den europäischen Seefahrern, von Polynesien aus das zuvor unbewohnte Neuseeland als erste Einwanderer besiedelt. Ta moko (Maori Tattoo) ist die dauerhafte Verzierung des Körpers und Gesichts der Maori. Es unterscheidet sich von der allgemein verbreiteten Form des Tätowierens, weil es nicht mittels vieler kleiner Punkte und Striche aufgetragen wird, sondern mit Kratz- und Schabwerkzeugen. Die Haut mit Moko trägt narbige Erhebungen und ist nicht mehr glatt und weich. Diese Tradition wurde aus ihrer polynesischen Heimat Hawaiki mitgebracht, ihre Methoden und Muster sind sehr markant – an diese Muster sind viele „Maori-Tattoos“ in der heutigen Zeit angelehnt.

Matrize

„Matrizenpapier“ (auch „Blaupause“, oder „Kohlepapier“ genannt) verwendet man um die vorgefertigte Schablone vom Papier auf die Haut zu bringen. Der Tätowierer paust das gewünschte Motiv von einem normalen Blatt Papier auf das Matrizenpapier ab und bringt es dann auf dem Körper an (siehe „Stencil“).

Messen

Tattoo-Messen (oder auch „conventions“ genannt) gibt es mittlerweile in unzähligen deutschen Städten und werden immer beliebter. Auf Messen haben Tattoo-Studios die Möglichkeit sich zu präsentieren, spontane Tattoos zu stechen, Werbung zu machen und an Wettbewerben teil zu nehmen. Wir sind mit unserem Studio im Schnitt 3-4 mal im Jahr auf Messen zu finden. Hier in Augsburg sind wir natürlich auch vertreten und hoffen euch dort zu sehen :)

Nadeln

Zum Tätowieren/Piercen und für's Permanent Make-Up werden ausschließlich dafür vorgesehene, speziell angefertigte und steril verpackte Nadeln verwendet. Wir achten sehr darauf, dass wir nur qualitativ hochwertige Nadeln von professionellen Lieferanten.

NEIN sagen wir auch manchmal!

Dies ist ein sehr wichiger Punkt – wir stechen nicht jeden und auch nicht alles!! Sollten wir also das Gefühl haben, du hast Dir das mit dem Tätowieren nicht allzu gut überlegt oder sehen, dass du sehr unsicher bist, werden wir von Fall zu Fall individuell entscheiden, ob wir dich tätowieren oder nicht. Sollten wir dein ausgesuchtes Motiv als nicht angemessen empfinden (evtl. aus politischen oder religiösen Gründen, etc.) werden wir dieses Motiv nicht stechen. Wenn Du unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol im Studio oder sogar zum Termin erscheinst, versteht sich von selbst, dass wir dich wieder nach Hause schicken und evtl. sogar ein Hausverbot erteilt wird.

Old School

Als „Old School“ (auch „Traditional“ genannt) bezeichnet man einen Tattoo-Stil, der in erster Linie in den 20er bis 60er Jahren beliebt war und die ehemaligen Seefahrer-Motive umfasst (wie z.B. Leuchttürme, Segelschiffe, Schwalben, Schlangen, Schriftzüge in Banderolen, Herz mit Flamme, Rosen, Pin-Up-Girls, Sailor, Flaschenpost, usw. ). Diese Stilrichtung hat dicke Outlines, welche mit kräftigen Farben gefüllt werden (beliebteste Farben sind rot, blau, grün und gelnb) und gehört eher zu den minimalistischen, einfachn Stilen.

Outlines

Als Outlines (zu dt. „Außenlinien“) bezeichnet man die äußeren Linien eines Tattoos, sozusagen der Rahmen. Outlines werden i.d.R. mit einer anderen Tattoonadel („Liner“) gestochen, als Schattierungen („Shader“). Outlines sind der Anfang eines jeden Tattoos und werden vor dem Tätowieren anhand einer Vorlage auf der Haut angebracht (siehe „Stencil“).

Permanent Make Up

Permanent Make-Up (auch Pigmentierung genannt) ist die Bezeichnung für spezielle kosmetische Tätowierungen. Mehr dazu findet ihr in unserer Rubrik „Permanent Make-Up“.

Pflegehinweise

Pflegehinweise beinhalten eine detaillierte Pflegeanleitung, wie ein Tattoo direkt nach dem Stechen bis zur Abheilung gepflegt werden muss (z.B. Creme) und auf was zu achten ist (z.B. kein Solarium, etc.). Unsere Kunden bekommen direkt nach dem Stechen die Pflegehinweise von uns ausgehändigt und bei einem Kontrolltermin ca. 2 Wochen später wird die Aftercare vom Tätowierer überprüft.

Piercings

Piercing (abgeleitet vom Englischen „to pierce“ - „etwas durchbohren/durchstechen“) ist eine Form der Bodymodifikation, bei der verschiedener Schmuck in Form von Ringen oder Stäben an verschiedenen Stellen des Körpers durch die Haut und darunter liegendes Fett- oder Knorpelgewebe hindurch angebracht wird. Obwohl dies ein sehr altes Phänomen ist, etablierte sich der Begriff „Piercing“ erst Mitte der 1990er Jahre.

Portraits

Portraits gehören zur Stilrichtung „Realistik“. Vorlagen dafür sind Fotografien von Menschen oder Tieren, welche 1:1 in die Haut gestochen werden. Portraits zu tätowieren ist eine aufwendige, oft langwierige Sache und bedarf großes Können. Alle Partien des Fotos müssen detailgenau ins Tattoo übernommen werden. Perspektive, Licht und Schatten spielen dabei auch eine große Rolle. Falls ihr euch ein Portrait stechen lassen wollt – bitte versteift euch nicht auf ein bestimmtes Foto, sondern bringt zum Beratungstermin mindestens drei verschiedene Fotos zur Auswahl mit. Der Tätowierer sucht dann mit euch zusammen die passende Fotografie aus. Er achtet z.B. auf die zu tätowierende Körperstelle, Kontrast des Fotos, usw.

Preis

Unsere Preise verstehen sich in Euro und inkl. MwSt. Die Zusammensetzung der Preise hängt von folgenden Faktoren ab: Größe, Stelle, Motiv, Stilrichtung. Mehr dazu unter dem Punkt „FAQ'S“.

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit ist ein wichtiger Punkt! Wir haben meist nicht nur einen Kunden pro Tag und haben deshalb jeden Tag gut durchgeplant. Bitte kommt nicht zu spät zum Termin, da sich unser Zeitplan dann nach hinter verschiebt. Bitte kommt aber auch nicht zu früh! Wir sind meist dann mit den Vorbereitungen noch nicht fertig und geraten dann in Stress ;) Kommt bitte einfach zum vereinbarten Termin, d.h. wenn ihr um 15:00 Uhr einen Termin habt, kommt um 15:00 Uhr – es ist nicht notwendig 15-30 Minuten früher da zu sein, da ihr dann eh nur warten müsst. Solltet ihr euch ein bisschen verspäten, ist das nicht weiter schlimm, sollten es allerdings mehr als ein paar Minuten sein, wäre er nett, wenn ihr uns kurz Bescheid gebt.

Qualitätssicherung

Qualität steht bei uns an erster Stelle! Natürlich liegt der Fokus auf den von uns gestochenen Tattoos/Permanent Make-Up und Piercings. Durch intensive Vorgespräche und Erfahrung und Talent unserer Mitarbeiter versuchen wir immer eine durchweg gute Qualität abzuliefern. Zu einem perfekten Ergebnis gehört natürlich auch die Verwendung von qualitativ hochwertigem Equipement – d.h. wir verwenden ausschließlich professionelles, zertifiziertes Equipment und arbeiten nur mit professionellen Lieferanten zusammen. Ebenso legen wir größten Wert auf Hygienestandarts und saubere Arbeitsweise. Regelmäßige Kontrollen vom Mark-/ bzw. Gesundheitsamt gehören ebenso dazu, um eine gute Qualität zu sichern. Ein weiterer Aspekt ist natürlich auch die richtige Nachsorge des Kunden, welche dann letztendlich zu einem perfekten Ergebnis führt.

Rasieren

Die zu tätowierende Hautstelle muss frei von Haaren sein, deswegen rasiert der Tätowierer diese Stelle unmittelbar vor dem Stechen. Du musst also selbst eigentlich nichts tun. Solltest Du die Hautstelle trotzdem selbst vorab rasieren wollen, kannst Du das gerne tun, aber bitte vorsichtig, damit keine „Rasierpickelchen“ entstehen – diese können beim Tätowieren stören.

Rauchen

Rauchen hat auf den ersten Blick erst mal nichts mit dem Tätowieren an sich zu tun. Nach dem Stechen ist allerdings folgendes zu beachten: Bitte berühre dein frisches Tattoo nie mit „Raucherfingern“, d.h. nachdem du eine Zigarette geraucht hast, desinfiziere und/oder wasche deine Hände gründlich, bevor du dein Tattoo anfasst oder eincremst. Nikotinfinger können leicht zu Infekionen des frischen Tattoos führen.

Rechtslage

Rechtslage für den Tätowierer:
Auch wenn die rechtliche Situation für das Tätowieren noch nicht eindeutig definiert werden konnte, handelt es sich bei einer Tätowierung -juristisch gesehen- um eine Körperverletzung, da es sich hierbei um einen Eingriff in den menschlichen Organismus handelt. Das Tätowieren bleibt deshalb straffrei, da die zu tätowierende Person zu solch einem „Eingriff“ im Vorweg ihre Erlaubnis erteilt hat und über eventuelle Risiken aufgeklärt wurde (siehe auch „Eiverständniserklärung“).
Weil bei noch Minderjährigen eine nicht ausreichende Urteilsfähigkeit zugrunde gelegt wird, ist von diesem Personenkreis eine Einverständniserklärung der Eltern bzw. von Erziehungsberechtigten dem Tätowierer in schriftlicher Form vorzulegen.
Pesonen, die unter Drogen- und oder Alkohol Einfluss stehen, verfügen ebenfalls über keine ausreichende Urteilsfähigkeit und werden von uns nicht tätowiert oder gepierct! (Siehe „Alkohol“, „Drogen“, „NEIN sagen wir auch manchmal“).

Rechtslage für Tätowierte:
In der Regel ist es so, dass vor dem Tätowieren ein ausführliches Vorespräch/Beratungsgespräch im Studio stattfindet, in dem besprochen wird, wie das zu stechende Tattoo aussehen soll. Dann am Termin wird dies schriftlich festgehalten und eine Schablone („Stencil“) angefertigt und an der gewünschten Körperstelle angebracht – nun hat der Kunde im Vorfeld mehrere Möglichkeiten eventuelle Unstimmigkeiten zu beanstanden. Sollten nach dem Stechen Outlines oder ausgefüllte Flächen leichte Farbschwankungen haben, kann der Kunde eine Nachbesserung verlangen (sog. „Fixing“), welche bei uns im Studio kostenlos ist (sofern es kein Selbstverschulden vom Kunden ist). Eine Nachbesserung ist nicht unüblich und wird gelegentlich auch getan, da manchmal erst nach dem Abschwellen des tätowierten Bereichs und nach Nachlassen der Rötung Unebenheiten der Farbe erkannt werden können. Ein Schadensanspruch besteht nicht, da das Tattoo letztendlich das gewünschte Aussehen hat.
Wenn einem Kunden nach einiger Zeit sein Tattoo oder sogar sein gewünschtes Motiv nicht mehr gefällt, oder sogar Farbgebung oder ähnliches keinen Gefallen mehr findet, so wird er vor Gericht sicherlich kein Recht bekommen, da das nichts mit der geleisteten Arbeit des Studios zu tun hat. Anders sieht es natürlich bei massiven Fehlern des Artists aus – angenommen der Tätowierer tätowiert (anders als in der angefertigten Vorlage!!) einen gravierenden Schreibfehler, z.B. anstatt „Ich liebe Rose“ - „Ich liebe Resi“ o.Ä., dann liegt definitiv ein Fehler des Tätowierers vor und der Kunde könnte wahrscheinlich (nicht zwingend) vor Gericht Recht und einen angemessenen Schadensersatz bekommen.

Risiken

Wie bei jedem „medizinischen“ Eingriff, bei dem die Haut verletzt wird, können auch beim Tätowieren Risiken auftreten. D wir ausschließlich (soweit es möglich ist) mit Einweg-Equipment und proffesionellem Zubehör in einer hygienisch sauberen Umgebung arbeiten, halten sich die Risiken im Studio in Grenzen. Mögliche Risiken können sein: Unverträglichkeit auf die Tattoo-Farbe (selten, da wir ausschließlich in Deutschland zugelassene, zertifizierte Farben von professionellen Herstellern verwenden) oder Infektion des Tattoos in der Heilungsphase (siehe „Infektionen“).

Schorf

Schorf ist die getrocknete Absonderung (sog. Exsudat), die sich bei einer Wunde bildet. Schorf wird auch Kruste genannt und darf bei einer frischen Tätowierung nur bedingt entstehen und auf keinen Fall entfernt werden. Cremt ihr euer Tattoo, wie es in den Pflegehinweisen steht und wie ihr es mit uns im Studio besprochen habt, sollte sich kein Schorf bilden. Wenn sich allerdings doch ein bisschen Kruste bildet, ist es umso wichtiger, dass die betroffene Stelle gut eingecremt, also feucht gehalten wird. Gebildeter Schorf darf aus folgendem Grund niemals entfernt werden: Der Schorf ist sozusagen mit den Farbpartikeln des Tattoos „verklebt“ und durch das Entfernen könnten Farbpartikel mit entfernt und dadurch die Tätowierung beschädigt werden. Außerdem kann es in seltenen Fällen zu einer Infektion des frischen Tattoos führen.

Schwimmen, Sauna, Solarium

Schwimmen ( siehe auch „Chlorwasser“), Sauna und Solarium sind mit frischen Tätowierungen die ersten Wochen unbedingt zu vermeiden. Der Besuch solcher Einrichtungen ist ein Verstoß gegen die von uns ausgehändigten „Pflegehinweise“ und sollte durch einen solchen Besuch eine Beschädigung des Tattoos oder gar eine Infektion hervorgerufen werden, ist dies Schuld des Kunden und für eventuelle Nachbesserungen steht es uns in diesem Fall frei eine Aufwandsentschädigung zu verlangen. Also lieber ein bisschen warten – am Kontrolltermin kann euch der Tätowierer sagen, in wie weit euer Tattoo schon abgeheilt ist und wann ihr wieder ins Schwimmbad/Solarium/Sauna gehen könnt.

Shading/Schattierung

Als Shading bezeichnet man eine Technik des Ausfüllens von Flächen in einem Tattoo. Dazu werden spezielle „Shader“-Nadeln verwendet. Es sollen Effekte erzielt werden, die im Endeffekt einer Schattierung ähneln.

Stencil

Der „Stencil“ ist die Vorlage/Schablone, welche vor dem Stechen auf die Haut aufgetragen wird. Zum Erstellen eines solchen Stencils verwendet man sog. „Blaupause“ (siehe auch „Matrize“). Der Tätowierer paust das gewünschte Motiv von Hand oder mit Hilfe einer Maschine (siehe „Thermocopy“) von normalem Papier auf das Stencil-Papier. Danach wird die Hautstelle gereinigt und mit Hilfe einer speziellen Schablonen-Flüssigkeit wird die Schablone auf die Haut übertragen.

Danach wird je nach Größe und Motiv eine Einwirkzeit von 15-30 Minuten eingehalten, damit die Schablonen-Farbe in die Haut einzieht, damit sie der Tätowierer beim Tätowieren nicht verwischt.

SupraSorb F

SupraSorb F ist ein hauchdünner, flexibler Folienverband und dient zur feuchten Wundheilung. Suprasorb F ist eine einseitig durchlässige Membran und verbleibt während der gesamten Exsudationsphase (=solange Wundflüssigkeit austritt) ohne Wechsel auf der Wunde. Die Wundflüssigkeit kann von innen verdunsten, von außen kommt aber nichts rein. Es ist sozusagen eine wasserfeste Keimbarriere und der tätowierte Bereich ist somit in der riskantesten Zeit der Wundheilung vor Schmierinfektionen aller Art geschützt. Der Kleber der Folie ist hautverträglich.

Tätowiermaschine

Eine Tätowiermaschine ist ein elektrisch betriebenes Gerät zur Herstellung von Tätowierungen, mittels Einbringung von Farbe in die menschliche Haut. Es wird zwischen zwei Arten von Tattoomaschinen unterschieden:

Coilmaschine
Bei einer Coil-Maschine (dt. Magnetspulenmaschine) wird z.B. mit Hilfe zweier Spulen ein Magnetfeld erzeugt, welches eine Anzahl feiner, an eine Stange gelöteter Nadeln schnell vor- und rückwärts bewegt.

Rotarymaschine
Bei einer Rotarymaschine wird mittels Elektromotor eine Drehbewegung erzeugt, die über einen Exzenter die notwendige Auf- und Abwärtsbewegung ergibt. Rotarymaschinen werden meist für sehr detaillierte Tattoos mit sehr feinen Linien oder präzisen Schattierungen verwendet. Die Rotarymaschine hat im Gegensatz zur Coilmaschine eine größere Laufruhe und ist mit bis zu 18.000 Hüben pro Minute auch erheblich schneller. Für Permanent Make-Up werden z.B. ausschließlich Rotarymaschinen benutzt (siehe auch „Permanent Make-Up“).

Tattoo-Finish

Als „Tattoo-Finish“ bezeichnet man eine alkoholhalige Lösung, welche nach dem Tätowieren aufgetragen wird. Tattoo-Finish wirkt blutstillend und stoppt das Austreten von Wundwasser. Das bewirkt, dass möglichst viel Farbe im Tattoo verbleiben kann.

Tebori

Tebori ist die traditionelle, japanische Art Tätowierungen ohne mechanische Hilfsmittel von Hand zu stechen. Dazu wird ein Tebori-Stick (ein Bambusstock von ca. 30-40 cm Länge), an dessen Ende ein Nadelbündel (Hari) mit einem Faden befestigt ist, verwendet. Die Farbe wird vorweg in einen kleinen Schwamm gegeben und nach Bedarf mit dem Nadelbündel aufgenommen und in die Haut gestochen. Diese Technik erfordert sehr viel Übung, erlaubt aber dem Tätowierer durch Variation der Tiefe des Stiches, Tattoos mit großer Präzision her zu stellen.

Termine

Termine könnt ihr bei uns nur im Studio vereinbaren – Terminvereinbarungen per Mail,Facebook oder Telefon sind nicht möglich, da ein persönliches Vorgespräch, das Ausfüllen einer Terminvereinbarung und das Tätigen einer Anzahlung im Vorfeld notwendig sind.

Ungeeignete Stellen für Tätowierungen

Grundsätzlich ist es natürlich möglich alle Stellen des menschlichen Körpers zu tätowieren. Allerdings gibt es mehr- und weniger-geeignete Stellen für ein Tattoo, welches auch noch lange Zeit schön aussehen soll. Ungeeignete Stellen sind z.B.: Finger, Handflächen, Fuß, Fußsohle, Lippe innen, etc. Wenn ihr euch trotzdem für eine dieser Stellen entscheiden solltet, müsst ihr uns im Studio eine Einverständniserklärung ausfüllen, in der ihr erklärt, dass wir euch über mögliche Veränderungen des Tattoos (wie z.B. Verblassen oder Auslaufen der Farbe – manchmal bis zur Unkenntlichkeit) aufgeklärt haben.

Unter 18?

Solltest Du unter 18 Jahre alt sein und ein Tattoo wollen, musst Du mit einem Elternteil zu einem Vorgespräch im Studio vorbei kommen. In diesem Vorgespräch erklären wir Dir und deinem Erziehungsberechtigten den Vorgang des Tätowierens und besprechen Stelle, Größe und Motiv. Wir entscheiden von Fall zu Fall individuell, ob die minderjährige Person von uns tätowiert wird. Grundsätzlich gilt: Personen unter 16 Jahren werden im Studio nicht tätowiert.

Für Piercings gilt das Gleiche, allerdings ist es bereits ab dem 14. Lebensjahr in Begleitung eines Erziehungsberechtigten, gepierct zu werden.

UV-Strahlung

UV-Strahlung lässt frische Tattoos sehr leicht verblassen und ist deswegen in den ersten Wochen zu vermeiden (siehe „Pflegehinweise“)! Auch später, wenn die Tätowierung abgeheilt ist, ist es ratsam sie nur mit Sonnenschutzfaktor der direkten Sonneneinstrahlung aus zu setzen.

UV-Tattoos

„UV-Tattoos“ (oder auch „Schwarzlicht-Tattoos“ genannt) sind Tätowierungen, die mit einer bestimmen, fluoreszierenden (also im Dunkeln leuchtenden) Tinte gestochen. Effekt dessen soll sein, dass das Tattoo nur unter UV-Licht zu sehen ist. Aktuell gibt es noch keine Langzeitstudien zu besagten Farben, d.h. allergische Reaktionen, sowie Risiken sind noch nicht aufgeklärt. Da es in Deutschland zu diesem Zeitpunkt noch keine UV-Farbe gibt, die ausreichend zertifiziert ist, bieten wir KEINE UV-Tattoos im Studio an!

Vaseline

Vaseline ist ein salbenartiges Gemisch aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen aus Erdöl und wird nach dem Tätowieren auf das frische Tattoo als Schutz aufgetragen. Vaseline ist KEINE Pflege für ein Tattoo! Durch ihre Konsistenz bilder sie einen super Schutzfilm und wird nur als Abwehr gegen Schmutz, Fussel, usw. aufgetragen, damit die Tätowierung auf dem Nachhauseweg geschützt ist. Für die weitere Nachsorge („Aftercare“) des Tattoos bitte Bepanthen verwenden.

Veganes Tätowieren

Veganes Tätowieren ist in dem Sinn möglich, dass wir ausschließlich vegane, nicht an Tieren getestete Tattoo-Farben verwenden. Wir können euch allerdings nicht garantieren, dass wirklich alle im Studio verwendeten Mittel und Lösungen zu 100 % vegan sind. Deshalb muss jeder selbst entscheiden, in wie weit sich das Tätowieren mit einer veganen Lebensweise vereinbaren lässt. Zur Nachsorge können wir euch natürlich eine vegane Variante zur Bepanthen empfehlen.

Wartezeiten

Lange Wartezeiten bedeuten gleich gutes Studio? - Mit diesem Gerücht möchten wir hier aufräumen! Wenn ein Studio nur einen Tätowierer hat, nur 4 Tage die Woche von 13:00 – 18:00 Uhr geöffnet hat und pro Tag nur Zeit für einen Kunden hat, dann ist dieses Studio möglicherweise ein ganzes Jahr ausgebucht. Wir haben mehr Zeit und mehr Artists und deswegen auch mehr Zeit als nur für einen Kunden pro Tag - also haben wir auch kürzere Wartezeiten!

Generell versuchen wir unsere Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. Das klappt meistens, da unsere beiden Tätowierer fünf Tage die Woche für euch da sind und wir verhältnismäßig lange Öffnungszeiten haben. Grundsätzlich müsst ihr nie länger als ein paar Wochen auf einen Termin warten und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu verschönern ;) Sollten durch Absage oder Krankheit kurzfristig Termine frei werden informieren wir euch immer auf Facebook!

Watercolour-Style

Als „Watercolour-Style“ bezeichnet man einen Tätowierstil, welcher Zeichnungen mit Wasserfarben oder Aquarellzeichnungen ähnelt. Der Effekt wird durch verschieden hell oder dunkle Farbschichten erzielt, welche im Endeffekt aussehen wie Farbkleckse. Dieser Stil ist sehr zeitaufwendig.

Wundwasser/-flüssigkeit

Als“Wundwasser“ oder „Wundflüssigkeit“ bezeichnet man die Lymphflüssigkeit, welche während und nach dem Tätowieren austritt. Sobald die Haut gereizt wird und ein „Fremdkörper“ eingebracht wird (nämlich die Farbe), beginnt die Lymphe zu arbeiten und Wundwasser tritt aus. Das Aufsprühen von „Tattoo-Finish“ soll dies stoppen, d.h. es schließt die Poren und das Austreten von Wundwasser und Farbe wird gestoppt, damit möglichst viel Farbe im Tattoo verbleiben kann.

X

Zu diesem Buchstaben ist uns leider nichts eingefallen, allerdings sind wir jederzeit offen für Vorschläge :)

Yakuza

„Yakuza“ ist der Oberbegriff für die japanische Mafia. Yakuza verwenden seit hunderten von Jahren großflächige Tätowierungen als Ausdruck der Gruppenzugehörigkeit, aber auch um sich als ranghöheres Individuum zu kennzeichnen. Beim Eintritt in diese Organisation gaben sich die Mitglieder meist kriegerisch klingende Namen (wie Tiger, Drache, usw.), welche dann in Form von Tattoos bildlich dargestellt wurden. Bis heute sind Tätowierungen in Japan mit den Yakuza assoziert, weshalb z.B. Tätowierten der Zutritt zu öffentlichen Badeanstalten meist untersagt ist.

Zeit

Zeit ist ein wichtiger Faktor – bitte bringt genügend Zeit zum Termin mit. Außer dem eigentlichen Akt des Tätowierens müssen am Termin noch mehrere Sachen erledigt werden: Einverständniserklärung besprechen und ausfüllen, Motiv noch mal abgleichen und eventuelle Änderungen umsetzen, Schablone anfertigen, Kaffee trinken – Warten bis die Stencil-Farbe in die Haut eingezogen ist, erst dann wird tätowiert, dann kommt es natürlich auch darauf an wie viele Pausen ihr braucht usw. Plant bitte einfach ein bisschen mehr Zeit ein, damit ihr entspannt zum Termin kommen könnt.