Glossary

Rasieren

Die zu tätowierende Hautstelle muss frei von Haaren sein, deswegen rasiert der Tätowierer diese Stelle unmittelbar vor dem Stechen. Du musst also selbst eigentlich nichts tun. Solltest Du die Hautstelle trotzdem selbst vorab rasieren wollen, kannst Du das gerne tun, aber bitte vorsichtig, damit keine „Rasierpickelchen“ entstehen – diese können beim Tätowieren stören.

Rauchen

Rauchen hat auf den ersten Blick erst mal nichts mit dem Tätowieren an sich zu tun. Nach dem Stechen ist allerdings folgendes zu beachten: Bitte berühre dein frisches Tattoo nie mit „Raucherfingern“, d.h. nachdem du eine Zigarette geraucht hast, desinfiziere und/oder wasche deine Hände gründlich, bevor du dein Tattoo anfasst oder eincremst. Nikotinfinger können leicht zu Infekionen des frischen Tattoos führen.

Rechtslage

Rechtslage für den Tätowierer:
Auch wenn die rechtliche Situation für das Tätowieren noch nicht eindeutig definiert werden konnte, handelt es sich bei einer Tätowierung -juristisch gesehen- um eine Körperverletzung, da es sich hierbei um einen Eingriff in den menschlichen Organismus handelt. Das Tätowieren bleibt deshalb straffrei, da die zu tätowierende Person zu solch einem „Eingriff“ im Vorweg ihre Erlaubnis erteilt hat und über eventuelle Risiken aufgeklärt wurde (siehe auch „Eiverständniserklärung“).
Weil bei noch Minderjährigen eine nicht ausreichende Urteilsfähigkeit zugrunde gelegt wird, ist von diesem Personenkreis eine Einverständniserklärung der Eltern bzw. von Erziehungsberechtigten dem Tätowierer in schriftlicher Form vorzulegen.
Pesonen, die unter Drogen- und oder Alkohol Einfluss stehen, verfügen ebenfalls über keine ausreichende Urteilsfähigkeit und werden von uns nicht tätowiert oder gepierct! (Siehe „Alkohol“, „Drogen“, „NEIN sagen wir auch manchmal“).

Rechtslage für Tätowierte:
In der Regel ist es so, dass vor dem Tätowieren ein ausführliches Vorespräch/Beratungsgespräch im Studio stattfindet, in dem besprochen wird, wie das zu stechende Tattoo aussehen soll. Dann am Termin wird dies schriftlich festgehalten und eine Schablone („Stencil“) angefertigt und an der gewünschten Körperstelle angebracht – nun hat der Kunde im Vorfeld mehrere Möglichkeiten eventuelle Unstimmigkeiten zu beanstanden. Sollten nach dem Stechen Outlines oder ausgefüllte Flächen leichte Farbschwankungen haben, kann der Kunde eine Nachbesserung verlangen (sog. „Fixing“), welche bei uns im Studio kostenlos ist (sofern es kein Selbstverschulden vom Kunden ist). Eine Nachbesserung ist nicht unüblich und wird gelegentlich auch getan, da manchmal erst nach dem Abschwellen des tätowierten Bereichs und nach Nachlassen der Rötung Unebenheiten der Farbe erkannt werden können. Ein Schadensanspruch besteht nicht, da das Tattoo letztendlich das gewünschte Aussehen hat.
Wenn einem Kunden nach einiger Zeit sein Tattoo oder sogar sein gewünschtes Motiv nicht mehr gefällt, oder sogar Farbgebung oder ähnliches keinen Gefallen mehr findet, so wird er vor Gericht sicherlich kein Recht bekommen, da das nichts mit der geleisteten Arbeit des Studios zu tun hat. Anders sieht es natürlich bei massiven Fehlern des Artists aus – angenommen der Tätowierer tätowiert (anders als in der angefertigten Vorlage!!) einen gravierenden Schreibfehler, z.B. anstatt „Ich liebe Rose“ - „Ich liebe Resi“ o.Ä., dann liegt definitiv ein Fehler des Tätowierers vor und der Kunde könnte wahrscheinlich (nicht zwingend) vor Gericht Recht und einen angemessenen Schadensersatz bekommen.

Risiken

Wie bei jedem „medizinischen“ Eingriff, bei dem die Haut verletzt wird, können auch beim Tätowieren Risiken auftreten. D wir ausschließlich (soweit es möglich ist) mit Einweg-Equipment und proffesionellem Zubehör in einer hygienisch sauberen Umgebung arbeiten, halten sich die Risiken im Studio in Grenzen. Mögliche Risiken können sein: Unverträglichkeit auf die Tattoo-Farbe (selten, da wir ausschließlich in Deutschland zugelassene, zertifizierte Farben von professionellen Herstellern verwenden) oder Infektion des Tattoos in der Heilungsphase (siehe „Infektionen“).